Herkunft Labrador Retriever

Leider weiß man über die Herkunft des Labrador Retriever so gut wie gar nichts.
Spekulationen zu folge, stammt er ursprünglich aus dem hohen Norden und kam mit dem Wikinger Erich dem Roten Ende des 10. Jahrhunderts nach Nordamerika. Einer kanadischen Legende zufolge soll der Labrador aus der Verbindung eines Hundes mit einem Otter hervorgegangen sein. Genetisch unmöglich, aber wer schon einmal einen flink dahinschwimmenden Otter beobachten konnte, sieht vielleicht die eine oder andere Ähnlichkeit.
Aber sicher ist, daß der Hund vom 12. Jahrhundert an über einen längeren Zeitraum in Neufundland zu Hause war, wo er sich mit dem Neufundländer und dem "Saint-John" - den beiden ersten Hundearten auf der großen Insel - paarte.
In Neufundland entwickelte der Labrador Retriever auch seine Widerstandsfähigkeit und entdeckte seine Liebe zum Wasser. Er war der bevorzugte Hund der Fischer, denn er fing die Fische ein, die ihnen aus dem Netz sprangen.

Ende des 18. Jahrhunderts beschloß die neufundländische Verwaltung, die Anzahl der Hunde auf der Insel zu reduzieren, da sie anfingen, die Schafzucht zu behindern. Im Jahr 1780 beschloß der Gouverneur Edwards deshalb, jeder Haushalt dürfe nur einen Hund besitzen. An diese Verordnung hielt sich aber niemand, und so beschloß die Verwaltung diesmal, jeden Hund auf der Stelle zu erschießen, der ohne Maukorb gesehen wurde. Diese Verordnung kostete unzähligen Hunden das Leben.
Aber einige Labradore hatten Glück: Sie überquerten mit britischen Kabeljaufischern den Atlantik und kamen bis nach England. Hier wurden die Hundezüchter der Grafschaft Dorset auf sie aufmerksam. Die Züchter kreuzten den Labrador mit dem Pointer (dem Hühnerhund), wodurch sein Körperbau schmaler und geschmeidiger wurde, und richtete ihn für die Jagd ab.
Schon bald wurde der Labrador zu einem geschickten Apportierhund. Im Jahr 1903 wurde diese Rasse offiziell anerkannt.